Eckernförder Härtetest 2009

Hart, härter, am härtesten – diese Parole lässt auf die in Deutschland einmalige Härte dieses Events schließen. 80 Kilometer von Schleswig bis Eckernförde, wer hier bestehen will, braucht nicht nur stahlharte Nerven sondern auch eine gute Grundfitness.

Darüber verfügend und voller Motivation, sich der Herausforderung zu stellen, verluden wir am Vortag unsere Boote. So kam Hartmuts C-Einer, ein Vierer der Renngemeinschaft Germania und EKRC um Sabine Gödtel, Christina Vankeirsbilck und Heike Roggenbrodt und zu guter Letzt der ungesteuerte C-Doppelzweier »Kuddel« von York-Anton und Lasse auf den Anhänger, der im Anschluss schon nach Eckernförde gefahren wurde.

(05:00 Uhr)

Am nächsten Morgen brauchten wir daher einfach nur noch loszufahren, zwar noch ziemlich müde, doch das würde schon noch vergehen. Nach kurzer aber einprägsamer Instruktion durch Volkhardt Nimz ließen wir die Boote zu Wasser. Am Anfang sah man eine ziemlich dichte Kolonne aus zirka zehn Ruderbooten, die sich jedoch nach rund 20 Minuten aufzulösen begann. Danach hieß es einfach nur noch: Kopf ausschalten und rudern, rudern, rudern.

Der Weg bis zur ersten Pause in Arnis (27 km) erwies sich als nicht so beschwerlich, wie es manch einer vielleicht erwartet haben dürfte. Die schöne Schleilandschaft sorgte für ausreichend Entspannung, Nebelschwaden verschleierten die Ufer, Wasservögel, unsere stetigen Begleiter, gaben meditative Laute von sich.

Der Fairness halber hatten wir im Vorfeld die Pausenlängen festgelegt, in Arnis verbrachte jedes Boot eine halbe Stunde (mehr oder weniger). Der Abstand zwischen der ersten und der zweiten Hälfte hatte sich inzwischen auf gut 40 bis 50 Minuten ausgedehnt.

Dann ging es für York und mich auch schon weiter. Eine Stunde später in Schleimünde angelangt, lernten wir eine wahrhaft raue See kennen! Jedoch es half nichts, wir wollten um jeden Preis am Eckernförder Ruderclub ankommen. Aber wir konnten uns nicht helfen, die Situation wollte sich nicht bessern. Bei diesen hohen Wellen drehte sich einem wirklich der Magen um. Seekrank im Ruderboot zu werden ist hiermit offiziell als möglich erklärt!

Wellen schwappten herein, unser Proviant löste sich im Salzwasser auf, es empfindlich kalt geworden, was uns schließlich zwang, als drittplatziertes Boot nach 60 km und sechs Stunden (kurz nach Heike, Sabine und Christina), am Strand bei Damp anzulegen. Da das Organisationsteam des ERC dies hatte kommen sehen, waren die auch gleich zur Stelle, um die Boote nach Eckernförde zurückzubringen. Widriger Bedingungen wegen war das Rennen somit abgesagt. Einige Boote waren nicht einmal aus der Schlei hinausgekommen (darunter auch Hartmut in seinem Einer).

Trotzdem ließen wir den Rest des Tages am Clubhaus des ERC beim Grillen ausklingen, auch 60 km machen ganz schön hungrig.

Eckernförder Härtetest? Für denjenigen, der seine Härte unter Beweis stellen will, im nächsten Jahr sicher wieder.

Ein Kommentar zu “Eckernförder Härtetest 2009”

  1. Jannick sagt:

    cooler Bericht^^

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